Teneriffa wird die Insel des ewigen Frühlings genannt. Dies liegt am ganzjährig warmen und relativ konstanten Klima. Hierbei unterscheidet sich der Norden der Insel deutlich vom Süden. Im Süden der Insel ist es viel heißer und eigentlich immer sonnig. Dafür ist die Landschaft sehr karg und die Vegetation gering. Der Norden der Insel dagegen ist ab und zu wolkenverhangen, etwas kühler, aber entlohnt dies mit einem überaus üppigen Pflanzenwuchs. Dieser Unterschied zwischen Nord und Süd hat seine Ursache im höchsten Berg Spaniens. An dessen Nordseite stauen sich die vom Meer kommenden Wolken auf. Darum ist der Süden so gut wie nie bewölkt und der Norden so grün.
Teneriffa ist die größte der fünf Kanarischen Inseln, die alle vulkanischen Ursprungs sind. Obwohl es immer noch vereinzelte vulkanische Aktivitäten gibt, ist Teneriffa bei Reisenden sehr beliebt. Besonders ältere Deutsche zieht es im Ruhestand nach Teneriffa. Die große Sonnensicherheit und das sehr gesunde Klima sind nur zwei der Gründe. Neben der lockeren spanischen Lebensart existiert parallel eine deutsche Lebenskultur, aufgrund der Vielzahl an Menschen, die dort ihren Lebensabend verbringen. Während die deutschen Pensionäre hauptsächlich im Norden anzutreffen sind, ist der Süden in erster Linie das Ziel von englischen Rentnern. Die größte Anzahl an Inseleinheimischen - Canarios genannt - lebt in der Hauptstadt Teneriffas.
Während der Süden der Insel durch den Flughafen und Hotelstädte dominiert wird, die um Badestrände herum erbaut wurden, ist der Norden vielfältiger. Die unangefochtene Lieblingsstadt der deutschen Pensionäre liegt direkt am Meer, hat zwei schwarze Sandstrände und ein kunstvoll gestaltetes Meeresschwimmbad. Überhaupt sind die schwarzen Sandstrände charakteristisch für Teneriffa. Sie zeugen von der vulkanischen Herkunft der Insel. Da schwarzer Sand nicht jedermanns Sache ist, wurden eigens zwei helle Sandstrände mit Wüstensand aufgeschüttet. Obwohl Teneriffa auch einen Bauboom erlebt hat und weiter zugebaut wird, gibt es immer noch grandiose Aussichten - sei es aufs Meer oder von oben auf die stark bewachsenen Talmulden.
Teneriffa sagt man allerdings auch nach, dass es ein ganzer Kontinent auf einer Insel sei. Der Süden heiß und karg, die Hauptstadt urban, der Norden von üppiger Pflanzenpracht und dann geht es noch den Berg hinauf bis auf über 3000 Meter. Und mit jedem Höhenmeter ändert sich die Landschaft. Man durchquert weit ausgedehnte Nadelwälder, bevor man auf eine mondähnliche Landschaft trifft, die schon mehrfach als Filmkulisse gedient hat. Im Winter schneit es sogar manchmal auf der Spitze des Bergs. Zudem nutzen Profisportler im Ausdauersport die Höhenluft und das gesunde Klima der Insel für ihre Wettkampfvorbereitungen. Nicht zuletzt gibt es auf Teneriffa einige erfolgreiche Vergnügungsparks, den Karneval und viele weitere Sehenswürdigkeiten.